Activities


Past events

back to past events menu


 Israel: An emerging Powerhouse for Life Sciences: New Investment Opportunities Zurich,
September 6, 2006

Die israelische Botschaft hat zusammen mit der Handelskammer Schweiz-Israel eine Veranstaltung organisiert, an der bei Schweizer Unternehmen und Institutionen für Israel als Investitionsstandort im Bereich der Life Sciences, zu denen Biotechnologie und die Herstellung pharmazeutischer Produkte gehören, geworben wurde.

Als die ersten Vorbereitungen für die Veranstaltung in der Zürcher Börse liefen, war ein Ende der Kriegshandlungen in Libanon noch nicht absehbar. Diesen politischen Entwicklungen und den wirtschaftlichen Auswirkungen zum Trotz meldeten sich mehr Teilnehmer zu dem Anlass «Israel, an Emerging Powerhouse for Life Sciences: Creating Synergies with Swiss Investors» als von den Initianten erwartet worden war. Unter Federführung des Wirtschaftsattachés Ami Levin plante die israelische Botschaft in der Schweiz in Zusammenarbeit mit der Handelskammer Schweiz-Israel die eintägige Veranstaltung, an der die Gäste über die Chancen einer Investition in Israel informiert wurden.

  Im Anschluss an die Vorträge fanden diverse Gespräche mit Vertretern aus Schweizer Unternehmen im kleineren Kreis statt, und dies, wie der Generalsekretär der Handelskammer, Gabriel Taus, gegenüber tachles betont, auch über den Tag hinaus: «Da die meisten Referenten erst am Mittwochabend oder Donnerstagmorgen wegflogen, konnten noch weitere Begegnungen vermittelt werden.» Über konkrete Ergebnisse der Konferenz kann Taus zum heutigen Zeitpunkt noch nichts sagen, er betont aber, dass "die Handels­kammer und der Handelsattaché die Kon­takte dieser Veranstaltung aktiv nutzen werden. So werden wir auch alles in Be­wegung setzten, um den Besuch des Schweizer Staatssekretärs Jean-Daniel Gerber in Israel im nächsten Jahr mit ei­ner Firmendelegation zu begleiten." Im direkten Anschluss an den Anlass erhielt Taus nach eigenen Angaben nur positive Reaktionen: "Einerseits zu der Veranstaltung selbst und andererseits zu der Tatsache, an der Veranstaltung ‹trotz allem› festgehalten zu haben.»

Investitionen in Israel werden unterstützt

Unter den insgesamt rund 90 angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren Vertreter von grossen Schweizer Unternehmen wie UBS, Novartis, KPMG oder Credit Suisse, aber auch die Stiftung Technopark Zürich oder das Kantonsspital Luzern waren auf der Veranstaltung vertreten, die von der Organisation for Facilitating Investments durchgeführt wurde. Zudem kamen zahlreiche mittlere und kleine Firmen, um sich über die Möglichkeiten einer Investition in Israel zu erkundigen. Dies erstaunt nicht, da die israelische Wirtschaft auf dem Gebiet der Life Sciences einen bemerkenswerten Aufschwung erlebt:
  Der Industriezweig ist in den vergangenen sechs Jahren um etwa 50 Prozent gewachsen. In rund 600 Unternehmen beschäftigt die Branche 28 000 Mitarbeitende und erwirtschaftet mehr als 13 Prozent des industriellen Exports des Landes. Mit Stolz verweist das israelische Investment Promotion Center auf eine Aussage des Nasdaq-Präsidenten Robert Greifeld hin, der sagt: "Israel hat neben dem Silicon Valley die höchste Konzentration an Hightech-Unternehmen in der Welt." Rachel Roei, die Direktorin des Promotion Center, war nach den Eröffnungs- und Begrüssungs­reden von Ami Levin und Botschaftssprecher Uri Rothmann (der anstelle des künftigen neuen israelischen Botschafters Ilan Elgar sprach, da dieser noch nicht - wie vorgesehen - akkreditiert war) die erste Referentin, der es gelang, innerhalb von 15 Minuten eine beeindruckend positive Präsentation über ihr Land zu halten. Unter dem Titel «Israel. Where Breakthroughs Happen» klärte sie die Anwesenden darüber auf, dass die Branche der Life Sciences nach der Telekommunikationsbranche der grösste Markt Israels ist, in den zwar bereits investiert würde, dies aber noch nicht in ausreichendem Masse. Der zweite Libanon-Krieg habe die Stimmung zwar getrübt, dennoch hätten bedeutende internationale Unternehmen wie Johnson & Johnson oder L’Oréal sich kürzlich für ein Engagement in Israel entschieden. Roei wies mit Nachdruck darauf hin, dass es verschiedene Programme der Regierung gibt, die Investitionen zu unterstützen. Zudem beteuerte sie, dass das grösste Kapital des Landes seine professionell ausgebildeten Arbeitskräfte seien: 77 Prozent aller Israeli haben die Highschool absolviert, 20 Prozent erwerben zudem ein Universitätsexamen, und immerhin 40 Prozent der jüngst eingewanderten Immigranten ha-ben einen akademischen Abschluss.
   An sieben Universitäten laufen zurzeit über 200 Life-Sciences-Projekte, die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft ist eng. In einem zweiten Vortrag referierte Aaron Graff, Senior-Vize-Präsident von Ferring Pharmaceuticals, über seine Beweggründe, das in der Schweiz ansässige Unternehmen auch in Israel zu platzieren. Graff verwies be­sonders auf das technische Know-how der israelischen Mitarbeitenden und betonte, dass seine Investitionen in Israel von Erfolg geprägt seien. Rafi Hopstein, Direktor von Hadasit, berichtete davon, dass seine Holding Start-Up-Unternehmen in Israel unterstützt – vermehrt auch in der sehr jungen und dynamischen Life-Sciences-Branche – die Hälfte der Unternehmen in diesem Sektor besteht nicht länger als sechs Jahre.

Israel braucht den europäischen Markt

Auch Yigal Erlich, Gründer der Yozma-Gruppe, setzt auf eine erfolgreiche Ent­wicklung der israelischen Wirtschaft: Sein Unternehmen hat bislang rund 200 Millionen Dollar in 40 Unternehmen im Land investiert, er unterstrich den grossen Bedarf Israels an professionellem Management für junge Unternehmen. Die Life-Sciences-Branche sei noch vergleichs­weise klein und ihre Entwicklung würde enorme Chancen bieten. Laut Erlich investieren zurzeit 133 ausländische Venture-Capital-Fonds in mehr als ein Unternehmen in Israel, die Investitionen im Bereich Life Sciences stünden aber noch am Anfang. Ora Dar, Leiterin des Life-Science- und des Biotechnologie-Sektors im israelischen Ministerium für Industrie, Handel und Arbeit, berichtete von den Programmen der Regierung, mit denen private Investoren finanziell unterstützt werden. Sie machte auch keinen Hehl aus der Motivation der Regierung, indem sie betonte, dass Israel dringend auf den europäischen Markt im Life-Sciences-Sek-tor angewiesen sei. Giampiero De Luca, Vize-Präsident von Serono, sprach sehr positiv über seine Erfahrungen in Israel, und er betonte: "Die Frage muss nicht lau­ten, weshalb wir in Israel investieren, sondern wie wir dies tun."
  Michael Ranis von der Bank Hapoalim Schweiz betonte im letzten Vortrag der Veranstaltung, dass seine Bank Investitionen im Bereich der Life Sciences unterstützt und er auf lang andauernde Geschäftsbeziehungen in diesem Bereich hoffe. Bei der anschliessenden Diskussion kam die konkrete Frage nach dem Engagement der Schweizer Marktführer Roche und Novartis in Israel auf, und tatsächlich fielen die Namen beider Konzerne an die-sem Tag zu diesem späten Zeitpunkt zum ersten Mal. Ami Levin sagte, der Teilnehmer habe «mit dieser Frage ins Schwarze getroffen», und auch Yigal Erlich betonte, «ich finde, es ist Zeit, dass die beiden Unternehmen nach Israel kommen». Esteban Pombo von Novartis beteuerte das Interesse seines Konzerns und ver­wies auf die an die Veranstaltungen anknüpfenden Gespräche. Auf die Kontakte über diesen Tag hinaus baute auch Didier Bollag, Präsident der Handelskammer Schweiz-Israel, in seiner abschliessenden Rede. Die israelische Botschaft und die Handelskammer hoffen, mit ihrer Veran­staltung einen ersten wichtigen Schritt gemacht zu haben, indem sie über die Möglichkeiten, die die Life-Sciences-Branche in Israel birgt, aufgeklärt habendenn, wie Bollag betont, «there is no output without input».

VALERIE DOEPGEN
Nachdruck mit freundlicher Genehmigung aus: "tachles", dem Jüdischen Wochenmagazin, Ausgabe 37 / 15.09.2006


drucken

visitors | © 2005 Swiss-Israel Chamber of Commerce. All rights reserved. Designed and maintained by blackisgood.ch .