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Trotz des Sieges der Hamas ist Israel heute mehr denn je
ein äusserst attraktiver Markt
Trotz des Sieges der Hamas ist Israel heute mehr denn je
ein äusserst attraktiver Markt
"Ebenso wie die anderen Finanzmärkte im Grossen
und Ganzen neigt auch die israelische Börse dazu, weniger
empfindlich auf Ereignisse zu reagieren, die mit geopolitischen
Faktoren oder Naturkatastrophen einhergehen", so Professor
Leonardo Leiderman bei seinem Vortrag über das Thema
"Israels Wirtschaft in einem im Wandel begriffenen Nahen
Osten", den er auf Einladung der Schweizer Bank Hapoalim
und der Schweizerisch-Israelischen Handelskammer in Zürich
hielt. Über die palästinensischen Wahlen, die vor
kurzem stattgefunden haben, äussert sich der Professor
für Wirtschaftswissenschaft an der Universität Tel-Aviv
und der oberste Wirtschaftsberater der Bank Hapoalim, die
unter den ausländischen Instituten in Israel den 1. und
in der Schweiz den 23. Rang einnimmt, folgendermassen: "In
den Beziehungen mit der Hamas wird es nötig sein, Pragmatismus
beweisen zu können."
Dank einer sehr gemässigten Inflation, einem jährlichen
Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Höhe von
etwa 5 Prozent, den Ergebnissen einer entsprechenden Geld-
und Kreditpolitik und steuerlichen Anreizen profitiert die
israelische Wirtschaft von einem günstigen Momentum,
das von stabilen Rahmenbedingungen gekennzeichnet ist. "Dieser
Trend dürfte wohl anhalten und sich sogar noch verstärken
", führte Leonardo Leiderman aus. Bei dieser günstigen
Entwicklung der Lage haben zwei Elemente eine ausschlaggebende
Rolle gespielt: zum einen ein anhaltend hohes Exportniveau,
das vor allem vom Hightechbereich getragen wird, und zum anderen
die Höhe der ausländischen Investitionen, die unaufhaltsam
steigt, und zwar dermassen, dass der israelische Börsenmarkt
mit dem Börsenmarkt Japans vergleichbar geworden ist.
Die israelischen Werte haben von nun an ihren Platz in jedem
Portefeuille. Mehr denn je zuvor wird die Zukunft der Wirtschaft
des hebräischen Staates von den globalen Bedingungen
weltweit abhängig sein, insbesondere von den Bedingungen,
die die aufstrebenden Märkte beeinflussen.
Leonardo Leiderman hat die Hypothese aufgestellt, dass die
Hamas schliesslich eine pragmatische Haltung einnehmen wird,
was Israel und die westliche Welt anbelangt, um sich die Möglichkeit
weiterer Subventionen aus dem Ausland und künftiger Verhandlungen
mit Jerusalem nicht zu verbauen. Und solange der Sicherheitsrat
der Vereinten Nationen nicht mit Teheran zu einer Vereinbarung
über Nuklearwaffen gelangt, wird der Iran ein Risikofaktor
bleiben. Ungeachtet der neuen Unsicherheiten, die den Nahen
Osten betreffen, kam Professor Leiderman zu einem optimistischen
Schluss: Solange sich die Sicherheitslage innerhalb der israelischen
Grenzen nicht verschlechtert und solange das globale und monetäre
Wachstum weiterhin diesem Kurs folgt, wird die israelische
Wirtschaft von einem günstigen Momentum profitieren.
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